Aktueller Report
- Heiße Luft im KI-Sektor – OpenAI und Oracle kämpfen im KI-Krimi – Gold am Allzeithoch – EU und EZB stärken Machtstruktur – Öl auf 5-Jahrestief – Japan hebt Zinsen an
Liebe Leser,
auf der Ziel-Linie zum Jahreswechsel steht der KI-Sektor wieder voll im Rampenlicht. Allerdings diesmal mit schlechten Vorzeichen. In dieser Woche wurde ziemlich viel Luft vom aufgeblähten KI-Trend abgelassen. Allen voran bleibt Oracle. Aber auch andere Werte aus dem Chip-Bereich wie AMD (Advanced Micro Devices) verloren kräftig, obwohl Micron am Mittwoch sehr starke Zahlen veröffentlicht hat. Spannend bleibt es beim Wettkampf um das sich durchsetzende KI-System. Ist es die Chip-Strategie von Nvidia – oder Google’s günstigere Variante, die mit weniger Chip-Kapazität auskommt. Nächste Woche will Meta seine KI „ausrollen“. Vor 2 Wochen hat Meta bereits Interesse an der Technologie von Google bekundet. Also der Schlagabtausch im KI-Sektor ist gigantisch und wird uns auch 2026 an den Märkten begleiten.
Die Verbraucherpreise steigen wieder überdurchschnittlich stark an. Und dies, obwohl der Ölpreis immer noch auf einem sehr tiefen Niveau (Brent 60 US-Dollar) verharrt. Ich habe Petrobras im SWISS-MONDAY konservativen Depot und warte nur noch auf eine längst überfällige Gegenbewegung beim Ölpreis. Ein schwacher Ölpreis deutet meistens auf rezessive Weltmärkte und „schöne heile Welt“ hin. Doch so heil ist sie überhaupt nicht. Die Seewege um Venezuela werden von Trump gesperrt und das führt zu Lieferproblemen vom größten Öl-Land der Welt, das primär nach China liefert. Eigentlich müsste der Ölpreis durch die Decke schießen. Aber es ist ein zyklischer Trend, der in Kürze über eine lange Zeit für steigende Ölpreise sorgen sollte. (Siehe www.SWISSMONDAY.de)
Wenn ich schon beim SWISS-MONDAY bin, möchte ich nochmals auf die Super-Performance bei Gold verweisen. Mit Kinross, Cia Minas Buenaventura und First Majestic Gold habe ich auch Minen-Aktien im konservativen Depot, die bis zu 300 % Gewinn haben. Gold ist knapp am Allzeithoch und für 2026 sehe ich keinen Grund für einen Richtungswechsel. Vielmehr erkenne ich Trend zur nächsten Schuldenwelle. Die EU hat mit 90 Milliarden Euro noch schnell ein Weihnachtsgeschenk für die Ukraine beschlossen. Übrigens hat Japan seine Zinsen auf den höchsten Stand seit mehreren Dekaden erhöht. Man könnte jetzt sagen: „Was zum Kuckuck geht mich Japan an? Ich erkläre es kurz und bündig: Japan war mit seinen null Zinsen der beste Finanzier auf der Erdkugel und fällt jetzt aus. Zusätzlich werden diese Kredite jetzt teurer, was die Carry-Trades sinnlos macht. Ein Pulverfass, was in Finanzkreisen stark diskutiert wird, aber deren Folgen der breiten Masse vorenthalten wird.Ein Pulverfass bleibt auch die EU in Brüssel. Während die Medien über krasse Entscheidungen zur Ukraine-Finanzierung und die Beschlagnahmung russischer Konten berichten, wüten die Landwirte im „Parlamentsviertel“ in Brüssel. Die europäische Bevölkerung zeigt ihren Unmut zur systemischen Enteignung und Abschaffung der Industrie immer deutlicher. Eine freie Marktwirtschaft in der EU ist verschwunden. Der Machtapparat konzentriert sich immer stärker auf die „NGO-EU“ und bestimmt die Vorgaben für die Mitgliederstaaten, deren nationale Gestaltung an Einfluss verliert. Weiter überträgt sich diese Konzentration auf die EZB. Der Finanz-Apparat gibt den Banken Vorgaben zur Kreditvergabe – Stichwort CO₂-Bezug. Größere Bargeld-Abhebungen müssen mit dem Verwendungszweck begründet werden und dann hat sich Wort „De-Banking“ etabliert. Ich schreibe diese Zeilen, um uns die schleichende Entwicklung vor den ruhigen Tagen ins Bewusstsein zu rufen. Während die Finanzmärkte keine Einbahnstraße sind, gibt es bei den Monopolen tatsächlich nur eine Richtung, auf die man entscheidend reagieren muss.
Wie geht’s an den Börsen weiter?
Es steht eine ganze Reihe von Feiertagen vor der Tür. Somit wird es auf Unternehmensebene sehr ruhig. Was geopolitische Ereignisse betrifft, kann man nur auf Ruhe hoffen. Immerhin brodelt es in Venezuela, wo als nächstes globale Event die Ankunft des russischen Tankers ansteht. 2026 geht es in der 2. Kalenderwoche mit den Jahresergebnissen heftig zur Sache. Die Weihnachts- und Neujahresfeiertage sollte man als Anleger wirklich nutzen, weil man 2026 sicherlich ganz starke Nerven braucht. Das ist für mich jetzt schon klar.
Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und erholsame Tage!Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur
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